FAQ

Ich möchte gerne Klavier oder Gitarre lernen - wie lange dauert das?

Eine Frage, die immer ganz davon abhängt, was man lernen und wie weit man am Instrument kommen möchte. Die Grundlagen einfachen Akkord- und Melodiespiels sind bei regelmäßigem Üben oft schon in einigen Monaten zu erlernen, jede Entwicklung darüber hinaus braucht entsprechend mehr Zeit & Geduld.

 

Was ist ein gutes Alter, um ein Instrument zu erlernen?

Kinder haben unbestreitbare Vorteile beim Erlernen neuer Inhalte, doch kann man auch im Rentenalter noch damit beginnen, ein Instrument zu spielen. Möglicherweise werden manche Details nicht mehr so elegant und unbefangen gelingen, wie es bei manchen unserer Jüngsten der Fall ist, doch bringen Erwachsene dafür oft andere Qualitäten mit. Dazu gehören beispielsweise Disziplin, Ruhe, Geduld, Klarheit hinsichtlich der Lernziele und - nicht zu unterschätzen - Zeit zum Üben!

Ich unterrichte Kinder ab etwa 7 Jahren, Ausgangspunkt für meine Arbeit ist der Lernstand Ende erster Klasse (-> Grundkenntnisse Buchstaben & Zahlen)

 

Warum (individueller) Unterricht?

Eine Frage, die sich in der heutigen Zeit besonders zu stellen lohnt, in der eine große Menge an Wissen, teils kostenlos, zum Selbststudium auf DVDs, in Onlinekursen und Büchern angeboten wird.

Natürlich kann man auf diesen Wegen Dinge lernen, sich inspirieren lassen und unter günstigen Bedingungen auch seine Spieltechnik oder sein Theoriewissen erweitern. Leider jedoch klammern diese Herangehensweisen zwei ganz grundlegende Aspekte gelingenden Lernens aus: Führung & Rückmeldung.

Instrumentalspiel wird gerne mit einer Bergtour verglichen - ein Führer ist da zu Beginn sehr hilfreich, da er den Weg kennt. Er weiß um die Sackgassen, Irrwege und Stolpersteine und kennt die sichersten Pfade zum Gipfel. So kann er den Schüler warnen, wenn er zu nah am Rand entlang wandert, auch mal im Ernstfall einen verstauchten Knöchel schienen und ihn vor allem unterwegs lehren, worauf er achten muss, um zukünftig seine Touren selbständig planen und durchführen zu können.

Jeder Schüler lernt dabei unterschiedlich: Er besitzt einen eigenen, individuellen Blickwinkel und stützt sich beim Spielen oftmals auf andere Sinneseindrücke als seine Mitmusiker. Er schreitet je nach Alter, Veranlagung und Übedisziplin unterschiedlich schnell voran, lässt sich dabei von grundverschiedenen musikalischen Stilen oder spieltechnischen Herausforderungen reizen und spricht nicht zuletzt in seiner ganz eigenen Sprache über sein musikalisches Tun.

Vor diesem Hintergrund ist es naheliegend, dass es keinen Idealweg am Instrument gibt, wohl aber viele Individualwege, die gemeinsam entdeckt und begangen werden wollen.

Ein guter Instrumentallehrer kennt viele dieser Wege und stellt sich auf seinen Schüler ein. Er weiß oft, wie dieser Umwege vermeidet und kann manchmal Abkürzungen aufzeigen. Er korrigiert, wenn etwas schief läuft, motiviert, wenn es anstrengend wird und belohnt, wenn etwas gelingt. Er ergänzt Inhalte, stellt Querverbindungen her und erklärt bei Bedarf die zugrunde liegende Theorie - kurz: ein guter Lehrer macht das Lernen effektiver, leichter & angenehmer.

 

Was kostet der Unterricht?

Es gibt verschiedene Preismodelle, die sich aus Dauer & Häufigkeit des Unterrichts, ebenso wie der Gruppengröße ergeben. Nähere Informationen finden Sie >HIER<.

 

Was kostet eine Schnupperstunde?

Für eine 45minütige Schnupperstunde, die aus einem Vorgespräch und einer kleinen Einführung am Instrument besteht, fällt zunächst eine Schutzgebühr von 20€ an. Sofern danach ein Unterrichtsvertrag zustande kommt, wird die Gebühr mit dem ersten Unterrichtshonorar verrechnet, sodass die Stunde rückwirkend kostenlos ist.

 

Warum ist privater Musikunterricht etwas teurer?

Städtische & Regionale Musikschulen erhalten staatliche Fördermittel, aus denen sie einen nicht unerheblichen Teil ihrer Kosten decken können. Private Musikschulen und Lehrer hingegen müssen sämtliche Kosten aus ihren realen Unterrichtseinnahmen bestreiten, was leider nur über etwas höhere Honorare zu realisieren ist.

Die Situation ist in der historischen Aufgabe der städtischen Musikschulen begründet, welche früher den Großteil der musikalischen Nachwuchserziehung des Landes übernahmen. Attraktive Preise sind da natürlich angebracht, um beispielsweise keine Bildungsschicht auszuschließen.

Nun ist die heutige Marktlage eine ganz andere und städtische Musikschulen oft nur noch ein Angebot unter vielen. Dort angestellte Lehrer werden zudem immer häufiger umangemessen bezahlt, sozial unzureichend abgesichert und müssen nicht selten eine sehr hohe Schülerzahl bedienen, um finanziell überhaupt existieren zu können.

Privatlehrer hingegen haben größeren Einfluss auf die Qualität und Quantität ihrer Arbeit, müssen jedoch anderen Standards gerecht werden, um die höheren Preise zu rechtfertigen. Mehr einnehmen tun wir deshalb nicht.

Mehr zum Thema finden Sie >HIER<.

 

Warum werden die Ferien durchbezahlt, obwohl kein Unterricht stattfindet?

Sie bezahlen keine Ferienzeiten. Das monatliche Honorar berechnet sich aus einem ganzjährigen Durchschnitt, in den die ferienbedingten Unterrichtsausfälle bereits einkalkuliert sind. Die Kalkulation geht dabei von 38,5 Wochen im Jahr aus, an denen Unterricht stattfindet.

Diese Regelung hat sich als die für alle Beteiligten einfachste herausgestellt, da sie bequem und zuverlässig per Dauerauftrag abgewickelt werden kann. Die Alternative wären höhere Stundenhonorare, die jeden Monat je nach Feriensituation individuell abgerechnet werden müssten.

 

Warum machen Musikschulen Ferien wie allgemeinbildende Schulen?

Die Gründe dafür sind unterschiedlich. Zum einen hat es sich aufgrund der zahlreichen schulpflichtigen Kinder, die Instrumentalunterricht nehmen, als praktikabel und auch notwendig erwiesen. Zudem braucht der Mensch regelmäßige Pausen, um Lerninhalte sacken zu lassen und neue Motivation für die nächste Lernetappe zu schöpfen. Erwachsene Schüler können von den unterrichtsfreien Zeiten beispielsweise in Gestalt von gemeinsam geplanten Projekten zusätzlich profitieren.

Auch für uns als Lehrer sind die Phasen sehr wichtig: ein Instrument zu unterrichten setzt voraus, selber künstlerisch tätig zu sein und jede Kunst braucht Raum. So betrachten wir Instrumentallehrer die Schulferien oftmals nicht als Ferien, sondern lediglich als unterrichtsfreie Zeit, in der wir uns endlich einmal wieder selber intensiv unseren Instrumenten widmen oder anderen logistischen und strukturellen Notwendigkeiten nachkommen können. In der wir neue Unterrichtsmaterialien erstellen, Literatur sichten, Seminare & Workshops besuchen oder uns anderweitig fortbilden.

Manchmal genießen wir aber auch schlicht die akustische Ruhe, die in unserem Arbeitsalltag oft nicht existiert und nutzen diese Phasen, um unseren Schülern wieder aufgeschlossen, geduldig und mit "frischen Ohren" begegnen zu können. Wer schon einmal einem freudlosen, desinteressierten oder ungeduldigen Lehrer gegenüber gesessen hat, weiß um den Wert dieser Qualitäten.

 

Wie sind die Ferienzeiten?

Die Musikschle orientiert sich weitgehend an den Ferienzeiten der allgemeinbildenden Schulen in Neuenburg am Rhein. Eine aktuelle Jahresübersicht ist >HIER< zu finden.

 

Wie sind die Kündigungsfristen?

Laufende Unterrichtsverträge können zum 31.03. und 30.09. eines jeden Jahres mit einer Frist von 6 Wochen gekündigt werden. Genauere Informationen finden Sie >HIER<.